Kennst du schon Caracas?

Landeshauptstadt CaracasWer blind auf uninformierte Reiseführer hört und bei einer Reise nach Venezuela Caracas auslässt, verpasst eine der aufregendsten Metropolen Südamerikas. Die Hauptstadt präsentiert sich modern mit ihren spiegelglasverkleideten Bürotürmen und einem hervorragend ausgebauten Metronetz. In Caracas pulsiert das wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben. Die Stadt ist eine spannende Mischung aus Chicago und Quito, die nachhaltig beeindruckt und überrascht. Begünstigt wird eine Stadtbesichtigung durch das lokale Klima. Die Millionenmetropole befindet sich in einer Höhe von 800 Metern direkt in einem Windkanal zwischen einem Gebirgsmassiv. Dadurch ist das Wetter meist mild und längst nicht so heiß wie an der 30 Kilometer entfernten Küste.

 

 

Entdecke Caracas – du wirst dich verlieben

O Leary Platz in VenezuelaCaracas gilt als sehr gefährlich, weshalb viele Touristen am Flughafen Maiquetia bei Caracas landen und sich schnellstmöglich in die anderen Landesteile Venezuelas aufmachen. Das ist schade, denn die Hauptstadt hat nicht nur viel zu offerieren, sie ist zudem sicherer als viele Unkenrufe meinen. Wer sich in dem Zentrum sowie in den innenstadtnahen Bezirken aufhält und seinen gesunden Menschenverstand wie in jeder Großstadt benutzt, kommt nicht in Schwierigkeiten. Wer dann noch die Augen offen hält, lernt die Herzlichkeit der Caraqueñer kennen und verliebt sich in diese Hauptstadt. Bei einer ersten Erkundungstour darf ein Besuch des Plaza Bolívar nicht fehlen, der dem lateinamerikanischen Freiheitskämpfer gewidmet ist. Das repräsentative Reiterstandbild des venezolanischen Nationalhelden schaut auf die Kathedrale, das prachtvolle Rathaus, den Erzbischöflichen Palast, das Capitolio Nacional, das Gobernación Gebäude sowie das Casa Amarilla. Auf eine ganz andere Weise präsentiert sich der Parque Central, der von eindrucksvollen Hochhäusern moderner Architektur geprägt ist. Ferner lohnt sich ein Spaziergang durch die innerstädtischen Bezirke La Castellana, Las Mercedes und Chacao. Sie offerieren nicht nur alles, was ein Shoppingherz begehrt, sondern sie verfügen außerdem über eine Vielzahl an internationalen Restaurants wie dem renommierten Lee Hamilton Steak House. Im Cega am Plaza Morelos gibt es klassische venezolanische Spezialitäten. Zauberhaft zeigt sich der Stadtteil El Hatillo im äußersten Südosten der Metropole mit seinen anmutigen Kolonialhäusern, Cafés, Restaurants und Kunstgalerien.

Lass dich von den schönen Künsten verführen

Monument in VenezuelaCaracas ist die Wissens-, Kunst- sowie Kulturmetropole Venezuelas und nimmt auch in Südamerika eine Vorreiterstellung ein. Die staatliche Universidad Central de Venezuela ist die beste des Landes und brachte einige weltbekannte Wissenschaftler hervor. Geballtes Wissen wird in dem Museum Museo de Ciencias ausgestellt, während das Casa Natal als Geburtshaus von Simón Bolívar in die ehrenwerte Geschichte des Landes entführt. Die schönen Künste haben in Caracas eine besondere Bedeutung, was sich in den vielen Galerien und Kunstmuseen offenbart. Ganz gleich ob, Galería de Arte Nacional, Museo de Arte Colonial Quinta de Anauco, Museo de Arte Contemporáneo de Caracas oder Museo de Bellas Artes: in diesen Einrichtungen befinden sich Schätze vom großen Wert, die ihre Betrachter beeindrucken. Darstellende Kunst kann in den Theatern Ataneo de Caracas, dem Teatro Nacional und dem Teatro Teresa Carreño bestaunt werden. Im letztgenannten finden regelmäßig Buchmessen statt, auf denen neue Werke vorgestellt werden und gebrauchte Bücher in diversen Sprachen erworben werden können.

Ab in die Natur – Caracas grüne Seite

Monument in VenezuelaCaracas ist eine sehr grüne Stadt. Sie verfügt über weitläufige Parklandschaften, in denen Studenten zum Lernen, Liebespaare zum romantischen Picknick und Sportler zur körperlichen Ertüchtigung zusammenkommen. Ein beliebter Treffpunkt ist der Parque del Este mit seinen vielen Spazierwegen, Spielplätzen und einem kleinen Zoo. Auf der Lagune kann mit einem Tretboot gefahren werden und das Planetarium entführt ins Reich der Sterne. Dort befindet sich außerdem ein Originalbau des Schiffes Leander, mit dem Francisco de Miranda Anfang des 19. Jahrhunderts seine erste Expedition durchführte. Wie im Regenwald fühlt sich der Besucher im Parque Los Chorros mit seinen Wasserfällen und exotischen Bäumen. Pures Tropenfeeling verspricht zudem der botanische Gartender Zentraluniversität mit seinen tropischen Pflanzen. Im geografischen Zentrum Caracas erstreckt sich der Parque Los Caobos, in dem Mahagonibäume wachsen und die Fontäne “La Fuente Venezuela” sprudelt. Für ausgiebige Wandertouren ist der Parque Nacional El Avila ideal, der sich unmittelbar an Caracas anschließt und das karibische Meer überblickt. 60 Kilometer westlich von Caracas liegt das Bergdorf Colonia Tovar, welches Mitte des 19. Jahrhunderts von einigen Deutschen gegründet worden ist. Heute wird es aufgrund seiner Architektur als Schwarzwalddorf vermarktet und so manche deutsche Spezialität steht dort auf der Speisekarte. Es mag überflüssig sein, dies anzumerken, aber in Colonia Tovar ist das erste Bier in Venezuela gebraut worden.